// Arbeit mit Geflüchteten

In derzeit zwei Wohnheimen bieten wir sowohl ein wöchentlich stattfindendes Gruppenangebot für Kinder / Jugendliche, als auch Hilfen für Familien mit minderjährigen Kindern und Schwangere im Rahmen von „Familienarbeit“ an.

In allen weiteren Wohnheimen für Geflüchtete der Innenstadt Köln (Nord, Süd und Deutz) haben die dort lebenden Familien die Möglichkeit über das Projekt „FaWuH“ (Familien in Wohnheimen und Hotels) Unterstützung und Hilfe von uns zu bekommen. Der Erstkontakt zu den Familien erfolgt über die Sozialarbeiterinnen des Amtes für Wohnungswesen, des Allgemeinen Sozialen Dienstes (ASD) oder des Interkulturellen Dienstes (IKD), mit denen die Arbeit abgestimmt wird.

Die Angebote sind niederschwellig und präventiv durch frühzeitige Beratung, Vernetzung und Hilfe zur Selbsthilfe.

Die Hilfe findet aufsuchend in den Wohnheimen / Hotels statt. Die Freiwilligkeit der Teilnahme ist Voraussetzung. Inhalte der Zusammenarbeit richten sich nach den Anfragen der Familien ebenso wie der zeitliche Rahmen und Umfang (innerhalb der zur Verfügung stehenden Zeit).

Aufgaben in der „Familienarbeit“ sind bspw.:

  • einen Austausch zu Erziehungsfragen zu ermöglichen und Anregungen zu geben
  • Unterstützung bei der Bewältigung von behördlichen Vorgängen, der Korrespondenz und dem Einrichten der medizinischen Versorgung
  • Kennenlernen des deutschen Schulsystems
  • Erkunden des sozialen Umfeldes / Integration

Die Fachkräfte bieten an:

  • Erziehungsberatungsgespräche, Begleitung zu Elternsprechtagen in der Schule, zu Gesprächen in der Kita oder mit Therapeuten
  • gemeinsames Sortieren der Post, Erklärung bei Verständnisfragen, Anleitung zur selbstständigen Erledigung, Begleitung
  • Vermittlung von Ärzten und Therapeuten, ggf. Begleitung und gemeinsame Reflexion zu den Arztgesprächen oder Anleitung zu Behandlungsschritten
  • Informationen über Schularten, Besprechen von Zeugnissen mit der Familie, Beratung zur Anmeldung an weiterführenden Schulen, Erklären von schriftlichen Nachrichten aus der Schule, etc.
  • gemeinsames Aufsuchen von Freizeiteinrichtungen, Beratungsstellen, Anmeldungen zu Ferienaktionen, Sprachkursen

Aufgaben in der Gruppenarbeit mit Kindern / Jugendlichen sind bspw.:

  • Förderung ihrer sozialen, emotionalen, sprachlichen und motorischen Entwicklung
  • Förderung der Integration der Kinder / Jugendlichen in die Kultur- und Freizeitangebote des sozialen Umfelds

Die Fachkräfte bieten an:

  • kreative Angebote und Spiele im Haus, Besuch von kulturellen Angeboten in der Stadt, Ausflüge mit freizeitpädagogischem und/oder erlebnispädagogischem Charakter
  • Rücksprachen mit den Eltern, Einbeziehung der Eltern in einzelne Gruppenaktivitäten
Wir sind offen für neue Tätigkeitsfelder und entwickeln bei Veränderungen in den Bedarfslagen neue Konzepte und Angebote, in die unsere Erfahrungen aus den bisherigen Hilfen einfließen.

Eltern-Kind-Gruppe

In einem Wohnheim leiten wir eine Eltern-Kind-Gruppe an, die überwiegend von den BewohnerInnen des Wohnheimes genutzt wird, jedoch auch für BewohnerInnen aus umliegenden Wohnheimen oder NachbarInnen offensteht. Die Kinder erhalten dort eine frühkindliche Förderung, die Eltern professionelle Ansprechpartnerinnen und private Kontaktmöglichkeiten zu anderen Teilnehmenden. Soweit möglich wird auch eine Anbindung der Familien im Sozialraum versucht.

Spielgruppe

In einem weiteren Wohnheim wird eine Spielgruppe für Kleinkinder zwischen 1 und 6 Jahren, die noch über keinen Kitaplatz verfügen, angeboten. Auch hier erhalten die Kinder eine frühkindliche Förderung und Vorbereitung auf den Kindergarten. Die Eltern erfahren Entlastung und können die freigewordene Zeit im Haus für Erledigungen oder zur Erholung nutzen. Bei Interesse können sie auch am Gruppengeschehen teilnehmen. Die Fachkräfte stehen darüber hinaus auch als Ansprechpartner für Familienthemen zur Verfügung.

Übergänge gestalten

In den Bezirken Innenstadt und Chorweiler führen wir auch das stadtweite Projekt „Übergänge gestalten“ des Interkulturellen Dienstes der Stadt Köln durch.   Es richtet sich an Geflüchtete, die aus einem Wohnheim in eine Mietwohnung ziehen. Hierbei stehen deren Vernetzung und Orientierung im neuen Stadtgebiet / Sozialraum im Vordergrund.